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Querschnitt durch die Grenzwissenchaften
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Grenzen der Unendlichkeit: Geheimnisse und Rätsel der Menschheit (Taschenbuch) Rätsel und Geheimnisse, merkwürdige Artefakte und vorgeschichtliche, phantastische Überlieferungen gibt es auch im neuen Jahrtausend auf unseren Planeten. Ungeklärte Fragen der Evolution gehören ebenso dazu wie Spuren von außerirdischen Raumfahrern in der Frühzeit." So lautet der Umschlagtext. Nach dem Erwachen der Maschinen" hat Roland Roth, Buchautor und Herausgeber der grenzwissenschaftlichen Zeitschrift Q'Phaze einen weiteren Sammelband vorgelegt, in dem er quer durch die Präastronautik, SETI-Forschung und verwandte Gebiete verschiedene Autoren zu Wort kommen lässt. Roland Roth hat einen vielseitigen Band zusammengestellt, aber der Leser muss sich darauf einstellen, Beiträge unterschiedlicher Qualität vorzufinden. Das Buch beginnt mit einer im Stil der SF aufgemachten Kurzgeschichte, in der die erste offizielle Begegnung der Menschheit mit Außerirdischen geschildert wird. Jens Brehl hat sich bemüht, unser Wissen über die außerirdischen Rassen und ihr Wirken auf der Erde einfließen zu lassen, ein bemerkenswerter Ansatz, aber ganz zufrieden gestellt hat mich die Geschichte nicht. Als SF zu wenig und als Tatsachenbericht fehlerhaft. Man merkt der Geschichte an, dass sie in den 90er Jahren geschrieben wurde, denn einige Ereignisse wurden durch die Zeit überholt. Dennoch ein bemerkenswerter Beginn, der dem Buch gut getan hat. Roland Roth als Herausgeber beteiligt sich mit zwei Beiträgen über die Pyramiden (Wurden unsere Vorfahren von außerirdischen Raumfahrern besucht?") und den zum Teil schon bekannten rätselhaften Objekten und Spuren auf den Mondbildern der Apollo-Astronauten (Archäologie auf dem Mond? Auf der Suche nach Spuren und Artefakten"). Der Pyramiden-Aufsatz besticht durch Argumente und bestätigt die präastronautische These, dass der Bau der Monumente durch Menschenhand purer Unsinn ist. Die Mondbilder sollen zum Nachdenken anregen. Nach meiner Einschätzung wird es den meisten Objekten und Spuren ähnlich wie dem Marsgesicht" ergehen. Es folgen zwei interessante Beiträge des Malta-Experten Alexander Knörr über die Karrenspuren" und unterirdischen Wasserspeicher (Misqa Tanks) auf Malta (siehe auch Deguforum 55), für die die Wissenschaft bis heute keine Erklärung gefunden hat. Seine Veröffentlichungen sind für mich Anregung genug, eine Reise zur Mittelmeerinsel in Betracht zu ziehen. Lars Fischinger schreibt über Phantastisches Oak Island", einer Insel vor Kanada, in deren Innern ein Schatz verborgen zu sein scheint, der bis heute nicht gefunden wurde. Ein höchst merkwürdiges Fleckchen Erde, das schon von unzähligen Schatzsuchern heimgesucht wurde. Schade, dass offensichtlich vergessen wurde, Bilder einzufügen. Auf größtes Interesse ist bei mir der Bericht von Martin Marheinecke über das Projekt Lunex" gestoßen, das geheime Mondflugprogramm der US Air Force. Lunex, als Konkurrenz zu Wernher von Brauns Saturn-Rakete und Apollo-Programm, zielte von vorn herein auf eine militärische Mondbasis ab. Ob sie gekommen wäre, ist fraglich, denn das Projekt arbeitete mit Annahmen, die vollkommen unrealistisch waren, vermutlich der Grund, weshalb das Projekt am Ende unterlegen war. Weitere Autoren sind Thomas Ritter, Roland Horn, Milo Sediq, Gisela Ermel und Hans-Joachim Zillmer. Den Einsteiger grenzwissenschaftlicher Thematiken erwarten unterhaltsame Beiträge. Wer in die Tiefe gehen möchte, muss sich die in den Literaturangaben genannten Bücher zu Gemüte führen.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 12. November 2007 |