| Clever traden mit System: Erfolgreich an der Börse mit Money Management und Risikokontrolle
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Ausgaben 2001 und 2007 (2.0) fast identisch
• • • • • (bewertet mit 4 von 5 Punkten)
Beim Klick auf die Abbildung des Buches kann man sich einen Vorgeschmack auf den Inhalt der 15 Kapitel holen - und ich denke die Kapitel halten, was sie versprechen. Der wesentliche Unterschied zur Ausgabe von 2001 besteht in Kapitel 6 der 2007-er Auflage: eine Einschätzung van Tharps zur aktuellen Lage - nicht notwendig, wenn man einfach etwas über Trading lernen will. Alles andere ist einfach minimal abgeändert: Jemand hat sich die Mühe gemacht, fast jeden einzelnen Abschnitt der 2007-er Ausgabe mittels Wortwahl und Satzbau so abzuändern, dass der Inhalt gleich bleibt, jedoch der Eindruck von Änderungen entsteht - was sollte das???
Nach van Tharp hängt der Erfolg an der Börse zu 60% von der Psychologie, zu 30% von der Positionsgrößenbestimmung und nur zu 10% vom Tradingsystem ab. Ich kann aus meiner Erfahrung als institutioneller Investor und Trader sagen, dass ich mit dieser Einschätzung immer mehr übereinstimme. Ich denke alles, was van Tharp in Zusammenhang mit dieser These äußert, stellt den wirklichen Mehrwert dieses Buches dar. Etwa, dass er unter zweifelsfrei erfolgreichen Tradern keinen mit einem System gefunden hat, welches dem System eines anderen erfolgreichen Traders stark ähnelt.
Wer über diese Abschnitte hinweg liest und nur etwas über Systementwicklung lernen will, wird keine eindeutige Anleitung zur Erstellung eines solchen finden. Van Tharps Buch hält meines Erachtens eine kluge Einschätzung über die Erfolgsfaktoren cleveren Tradings für den aufmerksamen Leser bereit. Wer nach einer Anleitung zur Entwicklung eines Systems sucht, findet recht hilfreiche Erläuterungen zu Bestandteilen von Systemen und der Funnktionsweise dieser Elemente.
Teilweise ist es etwas langatmig und an machen Stellen ein Tick zu unkonkret. Insgesamt meiner Meinung nach aber ein wirklich tolles Buch!
P.S.: Ich möchte den Rezensenten Dr. Manthey auf einen einfach objektiv feststellbaren Fehler beim Reißen seines Geduldsfadens hinweisen. Zum Kapitel 9 kritisiert er, dass unklar sei, ob der Einstieg mittels Münzwurf Long oder Short (sprich auf steigende oder fallende Kurse setzend) erfolgt - ich erläutere: Es ist egal ob beim Werfen der Münze Kopf für "Long" oder für "Short" steht. Denken Sie einfach mal drüber nach.
Eine Rezension von Hahn >
vom 17. Februar 2009 |
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